Drombeg Stone Circle – der Altar der Druiden

Ein Besuch beim Drombeg Stone Circle (Steinkreis). Die Stimmung hätte nicht mystischer und somit passender sein können. Als meine Frau und ich uns an diesem nebligen Herbstmorgen im Oktober von Glengarriff aus aufmachten und Richtung Glandore fuhren. Ziel war ein weiterer Steinkreis. Auf unserer Hochzeitsreise hatten wir uns so ein bisschen diesem Thema verschrieben. Noch selten habe ich in vier Wochen einen solchen Haufen an Steinen gesehen wie zu dieser Zeit. Mit dem Drombeg Steinkreis – auch The Druid’s Altar genannt – hatten wir uns an diesem Tag einen der meistbesuchtesten und besterhaltensten Steinkreise der Megalithkultur in Irland ausgesucht.

Die Stätte ist relativ einfach zu finden von der Ortschaft Glandore aus ist die Angelegenheit gut ausgeschrieben, dies war bei dem Nebel dieses Oktobermorgens auch ganz hilfreich. Freundlicherweise muss auch kein Eintritt bezahlt werden und es steht ein Parkplatz zur Verfügung. Soweit ich mich recht erinnere steht eine Kasse beim Eingang, hier kann man freiwillig einen Obulus leisten, was wir auch gerne tun. Schliesslicht stellt der Besitzer einem auch die Infrastruktur zur Verfügung und die Attraktion ist frei zugänglich. Ebenfalls sind Hinweistafeln vorhanden – auch wenn diese das Wetter bereits etwas zugesetzt haben. Der Text auf den Tafeln ist aber noch gut lesbar und – wie immer – in Englisch und Gälisch vorhanden.

Recumbent Stone - Drombeg

Der „recumbent Stone“ hier im Vordergrund. Er war vermutlich der Altarstein. Der Drombeg Stone Circle wird auch der Altar der Druiden genannt

17 Steine zählen wir und der Kreis hat einen Durchmesser von knapp 10 Metern. Einer davon liegt flach und wird der „recumbent Stone“ genannt. Man vermutet das dies der Opfertisch war. Die Achse zwischen den Portalsteinen und einem weiter südwestlich liegendem Stein bildet zur Wintersonnenwende eine Linie. Während den Restaurierungsarbeiten Anfangs der sechziger Jahren wurde in der Mitte des Kreises u.a. verbrannte Knochen eines jungen Mannes gefunden. Diese Knochen wurden zurück ins 1000 v.Chr. datiert.

Wassertrog beim Drombeg Stone Circle

Hier sehen wir schön den Wassertrog. In diesem wurde vermutlich Wasser erhitzt und gekocht

Zwei Rundhütten, eine Feuerstelle und ein Trog

Ein paar Schritte vom Steinkreis entfernt finden wir Reste zweier Rundhütten. Diese sollen 500 n.Chr. genutzt worden sein. Die eine Hütte hatte ein (hölzernes) Dach, die andere eine Küche. Von dort führt ein Weg zu einem Kochplatz. Eine Feuerstelle, ein grosser Trog. Mit diesem Trog wurde vermutlich Wasser erhitzt.

Nachdem ich wie gesagt bereits viele Steinkreise besucht hatte faszinierte mich persönlich dieser Kochplatz am Meisten. Hier kann man sich wirklich bildlich vorstellen, wie die Menschen vor tausenden Jahren hier gelebt und gearbeitet haben. Mit ein bisschen Holz hätten wir locker ein Feuer machen und uns ein leckeres Steak brutzeln können. Gut für die historische Stätte, dass wir eben gefrühstückt hatten.

Der Drombeg Stone Circle ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Unsere Route führte uns von Glengariff der Bantry Bay entlang via dem gleichnamigen Ort nach Skibbereen. Von dort weiter ins kleine Dorf Glandore. Unsere Weiterfahrt führte uns nach Clonakilty und anschliessend nach Cork. Insgesamt eine sehr schöne Route welche wir Irland- und Steinzeitfreunden wärmstens empfehlen können.

 

Reto Bachofner
 

Die Grüne Insel hat es mir angetan. Nach zahllosen Reisen sind ich und meine Frau an einem kalten Januar Tag aus der Schweiz "ausgewandert" nach Irland. Meine Erfahrungen mit dem Reisen und Leben & Arbeiten auf der kleinen Insel am Rande Westeuropas gebe ich dir in diesem Reiseblog mit. Du findest hier alles was du brauchst um einen individuellen Urlaub in Irland verbringen zu können. Das Motto ist: "Entdecke Irland auf eigene Faust"!

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